Risiken bei Adipositas
1. Erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
50 Prozent aller Hypertoniker sind adipös. Erhöhter Blutdruck (Hypertonie) ist die häufigste Begleiterkrankung von Adipositas. In der NHANES-II-Studie konnte in der Gruppe der 20- bis 75-jährigen, bei einem BMI > 27, ein dreimal höheres und bei 20- bis 45-jährigen ein sechsmal höheres Auftreten von Bluthochdruck festgestellt werden. Weitere Studien kamen zu vergleichbaren Ergebnissen.
Gewichtsabnahme führt regelhaft zu einer Senkung der Blutdruckwerte.
2. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2)
80 Prozent aller Diabetiker sind adipös. Zahlreiche Untersuchungen belegen einen engen Zusammenhang zwischen Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2. Bereits ein BMI im oberen Normalgewichtsbereich erhöht das Diabetesrisiko. Das Risiko eine Zuckerkrankheit zu entwickeln ist bei einer stammbetonten Fettverteilung (bauchbetont) höher als bei hüftbetonter Fettverteilung. Daneben steigt das Diabetesrisiko auch mit der Dauer der Adipositas an.
3. Fettstoffwechselstörungen wie Hyperlipidämie (zu hoher Gehalt an Blutfetten) und Dyslipidämie (Störung des Blutfettgehaltes)
50 Prozent aller Personen mit Fettstoffwechselstörungen sind adipös. Man findet bei adipösen Menschen hauptsächlich eine Erhöhung der Triglyzeridspiegel im Blut, die zu einer Absenkung des HDL-Cholesterins führt. Das Gesamtcholesterin und entsprechend das LDL-Cholesterin steigen weniger dramatisch an als die Triglyzeridspiegel. Besonders problematisch ist das LDL-Cholesterin bei abdominal (bauchbetont)-adipösen Patienten.
4. Koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz
Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden bzw. an einem Herzinfarkt zu versterben, steigt mit zunehmendem BMI an. Herzinsuffizienz ist eine häufige Komplikation bei starkem Übergewicht und eine wesentliche Todesursache. Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist abhängig von der Dauer des Übergewichts. Die Entwicklung einer Herzinsuffizienz wird begünstigt durch das gleichzeitige Vorhandensein von Bluthochdruck und Diabetes melitus Typ 2.
5. Schlaganfall
Das Schlaganfallrisiko steigt ebenso mit zunehmenden BMI. Bei Frauen ist das Schlaganfallrisiko mit einem BMI > 27 um 75 % höher und mit einem BMI > 32 um 137 % höher als mit einem BMI im Normalbereich.
6. Mortalität (Sterblichkeit)
Ab einem BMI > 25 beginnt die Sterblichkeit zu steigen. Der Anstieg der Sterblichkeit ist bis zu einem BMI von 30 nicht besonders ausgeprägt. Ab einem BMI > 30 steigt die Sterblichkeit, gleich welcher Ursachen, deutlich an. Besonders betroffen sind Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei denen die Sterblichkeit um 50-100 % höher liegt, im Vergleich zu Personen mit einem BMI zwischen 20 und 25.
7. Schlafapnoe-Syndrom (Atempause im Schlaf)
Übergewicht ist ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung des Schlafapnoe-Syndroms. Etwa zwei Drittel aller Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom sind adipös.
8. Gicht
Mit zunehmendem Körpergewicht steigt das Risiko, eine Gicht zu entwickeln, an. In zahlreichen Untersuchungen zeigte sich eine Wechselbeziehung des Gewichtes mit der Harnsäurekonzentration im Blut. Noch stärker als mit dem Gewicht korreliert der Taillen-/Hüftumfang mit der Erhöhung der Harnsäure-Konzentration im Serum.
9. Gallenblasenerkrankungen
Neben anderen Risikofaktoren erhöht die Fettsucht das Risiko zur Bildung von Gallensteinen erheblich.
10. Orthopädische Komplikationen
Durch die übermäßigen Belastungen der Wirbelsäule und der unteren Extremitäten begünstigt Fettsucht das Auftreten von Arthrosen und Rückenschmerzen.
11. Psychosoziale Komplikationen
Durch die negative Bewertung des Übergewichtes durch die Gesellschaft kann es zu psychosozialen Komplikationen kommen.
In den letzten Jahrzehnten sank das gesellschaftliche Ansehen der Adipösen aufgrund der Jugend- und Fitnessorientierung ganz erheblich. Dadurch stieg die soziale Diskriminierung an. Übergewichtige Menschen werden seltener als Freunde akzeptiert, gelten als weniger sympathisch und weniger attraktiv. Das Gewicht wirkt sich nachweisbar auch auf das durchschnittliche Einkommen und auf berufliche Aufstiegschancen aus. Ihnen werden Adjektive wie: "willensschwach", "ungeschickt" und "hässlich" zugeschrieben.
Richtig cool, schade dass du nicht mehr postest, beschränke dich doch mehr auf Alkohol und Jugendliche und Zigaretten, Werbung, ... :)
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