Freitag, 4. November 2011

Suchtverhalten - ... Teil 2.4 Magersucht = Anorexia nervosa


Abnehmen um jeden Preis

Ob Fußballergattin oder Serienstar - superdünn ist chic in Hollywood. Auch hierzulande fasten zigtausende Mädchen und junge Frauen für noch dürrere Beinchen. Etliche Magersüchtige hungern sich zu Tode.

Magersucht beginnt oft harmlos: Sie finden sich pummelig, vielleicht wollen Sie nur zwei, drei Kilos abnehmen. Also reißen Sie sich zusammen, verzichten auf Schokoriegel, fangen an zu joggen. Und plötzlich ist es ganz leicht abzunehmen.

Stolz auf die eigene Leistung und motiviert von den Komplimenten der Eltern und Freunde hungern und rennen Sie weiter. Sie studieren Kalorientabellen, verbannen Frittiertes und Gebratenes vom Speiseplan. Später lassen Sie ganze Mahlzeiten ausfallen und kratzen die Butter vom Brot. Irgendwann haben Sie das Ziel aus den Augen verloren: Ihr Körper ist bis auf die Knochen abgemagert. Trotzdem finden Sie sich immer noch zu dick und setzen Vollkornbrot und Gemüsesuppe auf den Index. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist klar: Sie sind magersüchtig.

Magersucht ist eine typische Frauenkrankheit

In Deutschland ist etwa jede zweihundertste Frau irgendwann im Laufe ihres Lebens magersüchtig. Models, Ballett-Tänzerinnen und Turnerinnen sind besonders gefährdet. Zehn magersüchtigen Frauen steht nur ein männlicher Betroffener gegenüber.

Experten sehen mit Sorge, dass die Sucht zu hungern in immer früherem Lebensalter beginnt. Während bisher vor allem Teenager im Alter von 14 bis 16 Jahren in die Magersucht abrutschten, werden in Fachkliniken heute auch 10- und 11-jährige Mädchen behandelt.

Dem Phänomen Magersucht sind Wissenschaftler seit Jahrzehnten auf der Spur. Einige Anhaltspunkte für die Störung haben sie gefunden: Psychologische Faktoren spielen eine Rolle, aber auch genetische. Einschneidende Erlebnisse, zum Beispiel Hänseleien in der Schule, und äußere Einflüsse wie ein propagiertes Schlankheitsideal können die Ess-Störung auslösen. Sicher ist, dass mehrere Faktoren zusammenkommen müssen.

Kaiserin Sisi - die erste prominente Magersüchtige

Magersucht ist kein Zeitgeist-Phänomen. Beschrieben wurde sie schon im 17. Jahrhundert. Den wissenschaftlichen Namen Anorexia nervosa gab die Fachwelt der Krankheit vor mehr als 130 Jahren. Da steckte Sisi, die junge Kaiserin Elisabeth von Österreich, gerade mittendrin im Teufelskreis aus Fasten, Turnen und exzessivem Reiten. Anorexia nervosa bedeutet, frei übersetzt, "seelisch bedingte Appetitlosigkeit". Der deutsche Name Magersucht beschreibt die Krankheit besser.

Einmal gefangen, lässt die Ess-Störung viele ihr ganzes Leben nicht mehr los. Nur etwa jede Zweite schafft es, die Magersucht dauerhaft zu überwinden. Für jede Zehnte endet die Krankheit tödlich. Der ausgezehrte Körper stellt seinen Dienst ein und das Herz bleibt stehen.



Ich bitte um Entschuldigung, aber durch kleine Technische Fehler, wird es wahrscheinlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, bis der nächste Blogpost hochgeladen werden kann. Vielen Dank.

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