Sonntag, 25. September 2011

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 2.2 Beschneidung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte 1995 eine Klassifikation zur Unterscheidung verschiedener Typen vor, die 1997 in eine gemeinsame Erklärung von WHO, UNICEF und UNFPA übernommen wurde.



Beschneidungsformen
(nach WHO) -

Anatomie:
A normale Anatomie,

B
Klitorisvorhaut und ggf. Klitoris wurden entfernt,

C
Klitorisvorhaut und ggf. Klitoris sowie die inneren Schamlippen wurden entfernt,

D Klitorisvorhaut und Klitoris sowie die Schamlippen wurden entfernt und die Vaginalöffnung teilweise zugenäht


Es gibt mehrere Gründe warum Frauen beschnitten werden (siehe Misshandelt und Ausgebeutet... -Teil 2.1 Beschneidung) unteranderem damit der zukünftige Mann sich sicher sein kann, dass seine Frau nicht fremdgeht. Denn für die Frau ist es sehr schmerzhaft mit einem Mann zu schlafen.

Wenn eine Frau nicht Beschnitten wurde und Schwanger ist wird die Beschneidung nachgeholt, was schwer Folgen hat, da das Kind bei der Geburt ersticken kann, weil die zurückbleibende Öffnung zu klein ist und sich nicht dehnen lässt.

Zwar gibt es in der Medizin Möglichkeiten den Frauen ihren Schmerz zu nehmen, doch es ist unmöglich den Frauen das zurück zu geben was ihnen genommen wurde.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 9 Kindersoldaten

Weltweit werden über 250.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Sie Plündern, töten und werden als Sex-Sklaven von älteren missbraucht.

Viele Kinder werden freiwillig Soldaten, weil sie denken, dass das Leben besser wird und sie nicht mehr hungern müssen. Aber diese Kinder erwarten körperliche und seelische Qualen. Um Essen und Kleidung müssen sie Kämpfen, oft müssen sie Dörfer überfallen und den Bewohnern all das abnehmen, was sie tragen können. Vieles ging nur mit Gewalt.

Die Kinder sagen ihren Eltern nichts von ihrem Vorhaben, sondern gehen einfach ohne ein Wort. Die Camps in denen die Kinder leben haben keine Toiletten und keine richtigen Zelte - sie bestehen aus Palmblättern. Als Waffen dient alles was die Kinder finden können: Steine, Messer, Schlagstöcke. Oft bekommen die Kinder billige Waffen wie Pistolenauch aus Deutschland!

Für die Anführer sind die Kinder nur billiges „Kanonenfutter“ , denn sie sind weniger wert als ausgebildete Soldaten und wenn sie sterben ist das den Anführern egal. Kinder werden an den gefährlichsten Stellen eingesetzt, zum Beispiel beim Minensuchen.

Kindersoldaten sind sehr beliebt, da sie billig sind, keinen Lohn fordern, weniger essen und keine Fragen stellen. Die Kinder müssen kämpfen und notfalls töten, dürfen aber keine Gefühle zeigen. Wenn sie sich einem Befehl widersetzen, werden sie geschlagen und müssen noch härter arbeiten.

128 Länder haben Gesetze unterschrieben, die das verbieten, doch nicht jedes Land hält sich auch daran, einen Schuldigen zu finden, ist immer sehr schwierig.

Für Mädchen ist es fast unmöglich zu entkommen, da im Lager von Jungs Wache gehalten wurde. Die Jungs waren oft stärker und schneller. Auch wissen die Mädchen nicht wohin sie sollen, wenn sie abhauen würden.

Zu dem Alltag der Mädchen gehören neben Hilfsarbeiten wie Kochen, Wasser holen und Kampfhandlungen auch Vergewaltigungen. Sexuelle Handlungen waren keine Seltenheit. Alle Jungs dürfen sich an allen Mädchen bedienen.

Falls die Mädchen es doch schaffen sollten zu entkommen, können sie nur auf Hilfe hoffen...

Mehrere Organisationen setzen sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten ein, darunter: UNICEF, World Vision, Jugendrotkreuz, KINDER NOT HILFE und BROT Für die Welt

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 8 Steinigung

Die Steinigung ist eine lange praktizierte Todesstrafe. Frauen und Männer werden in ein Erdloch gesteckt und eingegraben. Männer bis zur Hüfte und Frauen bis unter die Brust. Es heißt, dass wenn sich jemand aus dem Loch befreien kann, ist die Strafe vorbei und er ist Frei. Die Frauen überleben eine Steinigung nie! Freiwillige bewerfen die Verurteilten mit Steinen.



Aus dem iranischen Strafgesetzbuch:

Art. 102 – Bei der Steinigung wird der Mann bis unter den Gürtel und die Frau bis unter die Brust in eine Grube eingegraben. Dann wird die Steinigung vollstreckt.

Art. 104 – Die Steine dürfen bei einer Steinigung nicht so groß sein, dass die Person getötet wird, wenn sie von einem oder zwei davon getroffen wird und auch nicht so klein, dass man nicht mehr als Stein ansehen kann.

Freitag, 24. Juni 2011

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 7 Ehrenmorde

Etwa 5.000 Mädchen und Frauen werden weltweit jedes Jahr im Namen der Ehre ermordet. In mindestens 14 Ländern, darunter Pakistan, Irak, Jordanien und Türkei. Sie werden getötet, weil sie angeblich den Ruf der Familie beschmutzt haben. Auch in Europa werden solche Ehrenmorde verübt.

Die Morde werden begangen, wenn zum Beispiel die Frau die ihr auferlegten Regeln nicht einhält. Meist werden die Frauen umgebracht, weil sie fremd gegangen sind oder vergewaltigt wurden.


Die Frauen tragen ein Mädchen (15) zum Grab. Nachdem ihr Cousin sie vergewaltigt hatte, wurde sie schwanger. Ihr Bruder erstach sie daraufhin auf offener Straße.



"Als Verletzung der Ehre gilt, wenn eine Frau die ihrem Geschlecht auferlegten Regeln und Normen verletzt, beispielsweise wenn eine Frau eine außereheliche sexuelle Beziehung eingeht bzw. auch nur im Verdacht steht, dies getan zu haben. Von der Verletzung der sexuellen Ehre gilt die ganze Familie als betroffen, vor allem ihre männlichen Verwandten, die als verantwortlich für den Schutz der Ehre gelten. Die „Ehre“ gilt auch als verletzt, wenn eine Frau vergewaltigt wird oder wenn sie sich zu außerehelichem sexuellem Kontakt verleiten lässt."


[Zitat: Wikipedia]

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 6 Prostitution

In Thailand gibt es etwa 800.000 minderjährige Prostituierte. Aber auch in anderen Ländern wie Indien, Brasilien, Kambodscha werden Mädchen verschleppt, verkauft, misshandelt und zur Prostitution gezwungen.

Jährlich werden etwa 9.5 Milliarden Euro Umsatz mit Kinderprostitution und Pornografie gemacht.

In Lastwägen werden vor allem in Europa Menschen illegal über Grenzen geschmuggelt, oft sterben sie dabei, indem sie ersticken, verdursten oder tot gequetscht werden. In Bangladesch ist das Durchschnittsalter einer Prostituierten 13 Jahre. In Kenia sind rund 1.500 Prostituierte jünger als 12. In Südafrika sind 15.000 unter 14 Jahren.


Ein Prostituiertes Mädchen mit einem Kunden; im Hintergrund warten weitere mädchen auf "Kundschaft"


Die meisten Kunden kommen aus reichen Ländern wie Amerika und Deutschland. Viele Zuhälter setzen ihre Prostituierten unter Drogen, um sie kontrollierbar und willenlos zu machen. Andere greifen selbst zu Drogen, weil sie ihre Situation nicht verkraften.

Sie sind gefangen in einem Teufelskreis: Sind sie abhängig, brauchen sie Geld für Drogen, deshalb gehen sie auf den Strich um zu verdienen und nehmen wieder Drogen. Sind sie in den Händen von Zuhältern, ist es fast unmöglich ihnen wieder zu entkommen.

Prostituierte Mädchen werden geschlagen, gequält und isoliert. Sie werden in kleine räume gesperrt und bekommen nicht einmal Geld für ihre „Dienste“. Die Zuhälter erreichen so, dass die Mädchen nicht weglaufen können. Die Prostitution ist für viele Mädchen und Frauen die Endstation. Wenn die Mädchen nicht das tun, was der Freier von ihnen will, werden sie geschlagen, von ihm oder dem Zuhälter.

Nur sehr wenige schaffen den Ausstieg aus den Geschäft. Sie hatten Unterstützung von UNICEF, die ihnen half einen Schulabschluss und eine Ausbildung zu machen. Wenn es nötig war bekamen sie auch einen Psychologen zur Seite gestellt.

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 5.2 Säureattentate

Auge um Auge: Der Fall Ameneh

Ameneh Bahrami war mal ein lebenslustiges Mädchen. Sie wohnte in Teheran (Iran) und studierte Ingenieurswesen.

2004 kippte ihr Mitstudent Mahjid ihr einen Krug Salzsäure ins Gesicht – weil sie seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte. Ameneh verlor ihr Augenlicht, ihr Gesicht ist entstellt.

Seitdem kämpft die 30-Jährige für Gerechtigkeit und führt einen Prozess gegen den Täter. Die erste Entscheidung des Gerichtes war, das der Täter das Augenlicht nur auf einem Auge verliert. Da Ameneh eine Frau ist, wurden ihre beiden Augen für eins von Mahjid gewertet. Erst nach mehreren weiteren Sitzungen beschloss das Gericht Amenehs weitere Verletzungen für das andere Auge zu werten.

Ende 2009 wurde Mahjid dazu verurteilt, sein Augenlicht auf die gleiche Weise zu verlieren wie Ameneh – durch Säure. Sie sagt die macht es nicht aus Rache, sondern damit so etwas nie wieder einem anderen Mädchen zustößt.

Ameneh wohnt mittlerweile in Spanien. Mahjid sitzt in Teheran im Gefängnis und wartet nun auf die Vollstreckung.

Abwohl Ameneh unmengen von Geld ausgab um ein gerechtes Urteil zu

bekommen, gab sie vor kurzem bekannnt, dass sie nicht vorhabe Mahjid - so wie geplant - das Augenlicht zu nehmen.

Im Gefängnis bleibt er trotzdem.

(Beide Bilder) Ameneh -nach zahlreichen Operationen - mit Bildern von früher.

Misshandelt und Ausgebeutet... - Teil 5.1 Säureattentate


Säureopfer. 2 Mädchen (unter 10 jahre) mit entstelltem Gesicht.



Die meisten Säureattentate werden in Süd- und Südostasien, Nigeria, Uganda, Pakistan, Afghanistan, Irak, Iran, China, Türkei und Bangladesch verübt.

Jedes Jahr werden in Bangladesch Hunderte von Mädchen Opfer von Attacken mit ätzender Säure. Die Täter sind immer Männer. Ihre Gründe sind unterschiedlich: Abweisung durch das Mädchen, Verweigerung von Sex, Ungehorsam oder Streit über Mitgift und Besitz.

Seit 1999 wurden ca. 3.000 Menschen Opfer von Säure Anschlägen. 2009 wurden 100 Mädchen damit zum teil schwer verletzt. Säureattentate sind eine schwere Form von Gewalt. Wenn die Männer sehen wollen wie sie Mädchen quälen, zwingen sie sie die Säure zu trinken.

Männer finden, dass die Frauen weniger Wert sind als Männer und sich ihnen unter zu Ordnen haben. Wenn Männer zurückgewiesen werden, betrachten sie das als Demütigung und wollen sich mit dem Attentat rächen, wenn die Frau zum Beispiel den Heiratsantrag nicht angenommen hat. Die Attentäter wollen das Mädchen nicht töten, sonder bestrafen, so nach dem Motto: „Wenn du schon nicht mir gehörst, soll dich auch kein anderer mehr wollen!

Wenn es Streit zwischen zwei Männern gibt, zerstört einer einfach das „Eigentum“ - die Frau – des anderen. Viele Frauen werden verstoßen, wenn der Mann die Frau nicht mehr schön findet. Die meisten Frauen schaffen es nach diesem Attentat nicht mehr ein normales leben zu führen oder den Männern jemals wieder zu vertrauen. Auch ihre Freunde werden oft nichts mehr mit ihnen zu tun haben wollen, da sie gebrannt-markt wurde und nun als „abgelegt“ gilt.


Eine Frau mit entstelltem Gesicht, sie ist auf dem rechten Auge blind.